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Die Geschichte hinter der Idee

Manche Fragen kommen erst, wenn niemand mehr da ist, der sie beantworten kann.

„Erzähl doch mal“ ist nicht entstanden, weil die Welt noch eine weitere App braucht. Es ist aus einer sehr persönlichen Erfahrung entstanden.

Ich würde heute viel dafür geben, noch einmal seine Stimme zu hören und ihm eine einzige dieser Fragen stellen zu können.

01
Was zurückbleibt

Fotos, Dokumente und plötzlich so viele offene Fragen.

Als mein Vater starb, blieben viele Dinge zurück. Fotos, alte Unterlagen und persönliche Erinnerungsstücke. Ich konnte seine Handschrift sehen, seine Lebensdaten nachlesen und Bilder aus vergangenen Jahren betrachten.

Aber diese Dinge blieben still.

Plötzlich kamen Fragen auf, die ich ihm nie gestellt hatte. Wie hat er bestimmte Momente seines Lebens wirklich erlebt? Wovor hatte er Angst? Worauf war er stolz? Welche Träume hatte er als junger Mensch? Welche Entscheidungen würde er heute wieder genauso treffen?

02
Nicht noch einmal irgendwann

Die Geschichten meiner Oma sind heute noch da.

Diese Erkenntnis hat etwas in mir verändert. Ich dachte an meine Oma und an all die Erinnerungen, die sie in sich trägt. Geschichten aus einer Zeit, die ich selbst nicht erlebt habe. Erinnerungen an ihre Kindheit, ihre Familie, ihre erste Liebe, schwierige Jahre, glückliche Momente und Entscheidungen, die ihr Leben geprägt haben.

Ich möchte nicht eines Tages wieder dasitzen und denken: Warum habe ich nicht gefragt, als es noch möglich war?

Doch ein wirklich gutes Gespräch beginnt nicht immer von allein. Man braucht Zeit, einen ruhigen Moment und manchmal einfach die richtige Frage.

03
Aus diesem Gedanken entstand die App

Ein einfacher Ort für die Geschichten, die bleiben sollen.

„Erzähl doch mal“ soll Menschen helfen, diesen ersten Schritt zu machen. Mit Fragen, die keine kurzen Antworten verlangen, sondern Erinnerungen öffnen. Fragen, die Menschen zum Erzählen bringen, gemeinsames Lachen auslösen und vielleicht auch Dinge sichtbar machen, über die bisher nie gesprochen wurde.

Dabei soll nicht nur ein Text entstehen. Auch die Stimme eines Menschen soll erhalten bleiben. Mit ihrem Klang, ihren Pausen, ihrem Lachen und all den kleinen Besonderheiten, die keine geschriebene Zeile vollständig bewahren kann.

So entsteht nach und nach eine persönliche Sammlung aus Geschichten, Stimmen und Bildern. Eine Sammlung, die nicht nur festhält, was passiert ist, sondern spüren lässt, wer dieser Mensch war. Wenn es zu euch passt, könnt ihr daraus später auch ein Erinnerungsbuch gestalten.

Darum gibt es „Erzähl doch mal“

Unsere Geschichten bleiben nicht automatisch.

Jemand muss danach fragen. Vielleicht hören unsere Kinder oder Enkel diese Geschichten eines Tages und begegnen dadurch einem Menschen, den sie kaum oder gar nicht kennenlernen konnten.

Die beste Zeit, damit anzufangen, ist heute.
Erste Erinnerung beginnen Eine Person, eine Frage und ein wenig ungeteilte Aufmerksamkeit reichen.